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Früherkennung des Prostatakarzinoms
PSA-Bestimmung in der Prostatkatzinomdiagnostik

Als häufigste Krebserkrankung bei Männern hat der Prostatakrebs eine besondere Bedeutung erlangt. Da dieser Krebs nur im Anfangsstadium geheilt werden kann, ist eine Früherkennungsuntersuchung sinnvoll.

Die Aufgabe der Prostata
Die Prostata liegt zwischen der Harnblase und dem äußeren Schließmuskel, der für die Urinentleerung notwendig ist und bildet den Großteil der Samenflüssigkeit. Beim Samenerguss kommt es durch eine Zusammenziehung der Prostata zur Entleerung der Samenflüssigkeit.

Früherkennung des Prostatakarzinoms
Die ungefähr kastaniengroße Prostata kann mit dem Finger vom Enddarm her ertastet werden. Eine ertastete (Palpation) knotige Veränderung kann auf einen bösartigen Tumor hinweisen. Dies ist dann aber meist kein sog. "Anfangskrebs" mehr. Die Palpation entdeckt nicht alle der Karzinome der Prostata. Beschwerden des Wasserlassens haben eher ihre Ursache in einer gutartigen Vergrößerung der Prostata des älteren Mannes als durch Prostatakrebs. Das PSA, ein Eiweißmolekül, das zur Verflüssigung der Samenflüssigkeit notwendigist, kann aus dem Blut bestimmt werden. Bei einem PSA-Wert von z.Zt. ab 4 ng/ml wird weiter untersucht. Nicht alle erhöhten Werte deuten auf einen bösartigen Tumor hin, eine mögliche Ursache kann z.B. eine Entzündung der Prostata sein. Auch Einwirkungen auf die Prostata relativ kurz vor der Blutabgabe, wie Radfahren, Geschlechtsverkehr, Verstopfung etc., können den PSA-Wert momentan erhöhen. Hieraus kann sich eine gewisse Verunsicherung auf Seiten des untersuchten Mannes ergeben. Auf der einen Seite kann die PSA-Erhöhung nicht durch einen bösartigen Tumor verursacht sein, auf der anderen Seite bleibt die Angst, dennoch ein Karzinomträger zu sein. Daher muß die weitere Abklärung erhöhter PSA-Werte über den Urologen bzw. den Hausarzt erfolgen. Die PSA-Bestimmung als Vorsorgeuntersuchung wird leider nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.